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Die Spiegelvorauslösung (SVA) ist eine technische Möglichkeit bei Spiegelreflexkameras, den Schwingspiegel mit einer merklichen zeitlichen Versetzung vor dem Öffnen des Verschlusses aus dem Strahlengang zu schwenken. Damit sollen bei Langzeitaufnahmen Verwackelungsunschärfen vermieden werden, die durch Nachvibrieren der Kamera entstehen, wenn der Spiegel beim Druck auf den Auslöser ruckartig hochschwenkt. Die englische Bezeichnung für die Spiegelvorauslösung lautet mirror up (MUP).

Bei alten Kameramodellen erfolgt die Spiegelvorauslösung meist manuell. Moderne Kameratypen schwenken nach Aktivierung der Spiegelvorauslösung den Spiegel elektronisch gesteuert nach Betätigen des Auslösers hoch. Aktivierung, Vorauslösezeit und Betätigung sind vom Kameramodell abhängig.

Beim Einsatz der Spiegelvorauslösung ist ein Stativ empfohlen, die üblichen Belichtungszeiten liegen zwischen 1/30 und 1/2 Sekunde. Bei kürzeren Zeiten erfolgt die Belichtung zu schnell für Verwackelungsunschärfen. Bei längeren Zeiten werden leichte Unschärfen durch die Zeitaufnahme ausgeglichen, die Kamera steht dann schon wieder still.