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Letztens im Urlaub machte ich eines Abends Fotos eines spektakulären Sonnenunterganges am Strand von Seignosse-Le Penon. Auf dem Kameradisplay sah zunächst alles noch recht gut aus, jedoch stellte ich dann bei Betrachtung auf dem großen Monitor daheim fest, daß sich beim Objektivwechsel wohl etliche Fusseln auf dem Sensor breitgemacht hatten, und zwar auf ca. 30 Bildern die gleichen Fusseln. Die Fusseln waren aus der Kamera gut mit dem Blasebalg rauszupusten, jedoch waren die Bilder zunächst mehr oder weniger unbrauchbar:

(Bild folgt noch)

Nach dem ersten Frust hab ich dann mal ein wenig überlegt und es fiel mir eine Funktion des von mir bisher nur als Entrausch-Plugin für den Gimp genutzten Pakets 'GREYCstoration' ein: Das so genannte 'Image inpainting': An Hand eines Bildes und einer Maske, die die zu 'übermalenden' Bereiche definiert, wird durch den GREYCstoration-Algorithmus im Maskenbereich durch aus in der Umgebung vorhandenen Bildinformation ein 'Ersatz' interpoliert. Das klingt a weng spooky, hat aber IMHO eine beeindruckende Wirkung.

Installation Bearbeiten

Man lädt sich GREYCstoration von [1] und extrahiert aus dem Zip-Archiv das zur jeweiligen Plattform passende Binary, für Windows beispielsweise GREYCstoration_pc_win32.exe und speichert es in ein beliebiges Verzeichnis ab. Idealerweise wird die PATH-Umgebungsvariable noch um dieses Verzeichnis ergänzt, damit man das Programm nachher in der Kommandozeile in einem beliebigen anderen Verzeichnis ohne Pfadangabe aufrufen kann.

Weiterhin sollte auch noch das ImageMagick-Paket installiert werden.

Vorgehensweise Bearbeiten

Zunächst wird eines der verfusselten Bilder genommen, auf dem alle möglichst gut zu erkennen sind. An Hand dieses Bild wird die Maske erstellt. Das Bild lädt man in die Bildbearbeitung seiner Wahl (ich gehe mal davon aus, dass Photoshop das auch kann ;) ) und erstellt eine neue, transparente Ebene über dem Bild. In diese Ebene malt man nun mit dem Stift, dem Pinsel oder welchem Werkzeug auch immer (wichtig: Es muss deckend sein!) die Fusseln Weiß an.

(Bild folgt noch)

Wenn alle Stellen markiert sind löscht man die eigentliche Bildebene und erstellt stattdessen eine neue schwarze Ebene unter der transparenten Ebene. Die Ebenen werden vereint und das Bild als .png (also bspw. mask.png) gespeichert. Man hat nun ein schwarzes Bild, auf dem die Fusseln weiß markiert sind.

(Bild folgt noch)

Nun erfolgt der Aufruf des Programmes (kaputtes_bild.jpg ist das zu korrigierende Bild, mask.png die oben erstellte Maske, repariertes_bild.jpg das zu erstellende reparierte Bild):

GREYCstoration_pc_win32.exe -inpaint kaputtes_bild.jpg -m mask.png -o repariertes_bild.jpg

Nach einigen Sekunden öffnet sich ein Fenster, in dem der Interpolationsvorgang angezeigt wird. Das Programm wiederholt die Interpolation automatisch bis zu 1000 Mal, um ein immer besseres Ergebnis zu erhalten. Man sollte einige Iterationen abwarten bis das Ergebnis brauchbar ausschaut. Wenn man zufrieden ist wird einfach das Fenster geschlossen. Es öffnet sich erneut ein Fenster mit dem Bild. Nun kann man durch drücken von 'S' dieses unter 'repariertes_bild.jpg' speichern. Dieses Procedere wird dann mit allen Bildern, die das gleiche Fusselmuster haben und daher mit der gleichen Maske repariert werden können, wiederholt.

(Bild folgt noch)

Mein nicht-neutraler Point-Of-View Bearbeiten

Ein zugegeben etwas 'steinzeitlich' zu bedienendes Programm, welches aber etliche Stunden Korrekturpinselreparatur ersparen kann. Ausweislich der Homepage suchen die Ersteller des Paketes Programmierer, die die inpaint-Funktionalität in das GIMP-Plugin integrieren wollen, damit dieses Gimmick deutlich einfacher anzuwenden ist.

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